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| Briefart | Preis DE | Gewicht | Maximale Maße |
|---|---|---|---|
| Standardbrief | 0,95 € | bis 20 g | 23,5 × 12,5 × 0,5 cm |
| Kompaktbrief | 1,10 € | bis 50 g | 23,5 × 12,5 × 1 cm |
| Großbrief | 1,80 € | bis 500 g | 35,3 × 25 × 2 cm |
| Maxibrief | 2,90 € | bis 1 kg | 35,3 × 25 × 5 cm |
Preisstand 27.07.2026. Verbindlich sind die aktuellen Angaben der Deutschen Post am Tag der Einlieferung.
Zwei Formatfamilien, vier Stufen
Die vier Briefarten sind keine gleichmäßige Leiter, sondern zwei Paare. Standardbrief und Kompaktbrief teilen sich dasselbe Grundformat und unterscheiden sich nur in Dicke und Gewicht. Großbrief und Maxibrief teilen sich ebenfalls ein Format, das deutlich größer ist und ungefaltete DIN-A4-Seiten aufnimmt, und auch sie trennt vor allem die zulässige Dicke.
Der Sprung, der im Alltag zählt, liegt also zwischen Kompaktbrief und Großbrief. Dort wechselt die Umschlaggröße, und dort wird aus einem gefalteten Schreiben eine flach liegende Unterlage. Innerhalb einer Familie geht es dagegen nur um Millimeter und Gramm.
Was die Formatgrenze im Alltag bedeutet
Auf dem Papier ist die Formatgrenze eine Zahl, in der Hand ist sie ein Gefühl für Dicke. Ein paar gefaltete Seiten in einem dünnen Umschlag bleiben Standardbrief. Sobald eine Rückumschlag-Beilage, eine Karte oder ein zweites Dokument dazukommt, wandert die Sendung eine Stufe höher, ohne dass sie sich merklich schwerer anfühlt. Genau darin liegt der Fehler, der Nachporto verursacht: Die Sendung wird nach Gewicht geschätzt, entschieden wird aber über die Dicke.
Prüfe die Dicke deshalb nicht in der Mitte des Umschlags, sondern an der dicksten Stelle. Das ist meist der Rand des Falzes oder die Kante eines Beilagenstapels. Wenn dort ein Bleistift daneben passt, ist der Standardbrief keine sichere Annahme mehr.
Der Umschlag zählt mit
Gemessen und gewogen wird die versandfertige Sendung, also inklusive Umschlag, Etikett und Klebefläche. Ein gefütterter oder gepolsterter Umschlag bringt allein schon Höhe mit, bevor überhaupt etwas darin liegt. Wer eine dünne Sendung schützen will, erkauft sich den Schutz damit oft mit einer Portostufe. Umgekehrt lohnt es sich, bei knappen Fällen einen flacheren Umschlag zu nehmen, statt am Inhalt zu sparen.
Auch die Wahl zwischen Falten und Flachlegen ist eine Portoentscheidung. Drei gefaltete Seiten sind dicker als drei flache, passen aber in das kleinere Format. Bei Bewerbungen, Verträgen oder allem, was ungeknickt ankommen soll, ist der Großbrief die ehrlichere Wahl.
Biegsam oder starr
Briefe laufen durch eine maschinelle Sortierung. Was gleichmäßig dick und biegsam ist, kommt dort sauber durch. Ein Kugelschreiber, ein Schlüssel oder ein USB-Stick im Umschlag ist beides nicht: Er macht die Sendung an einer Stelle dick und an dieser Stelle starr. Solche Sendungen sind ein häufiger Grund für Beschädigungen und für Rückfragen bei der Annahme. Wenn dein Inhalt Volumen an einem Punkt hat, ist die Frage weniger, welche Briefstufe passt, sondern ob eine Warensendung, ein Päckchen oder ein Paket nicht die passendere Bauform wäre.
Gewicht: wiegen statt schätzen
Die Gewichtsstufen sind grob genug, dass sie im Alltag selten die Bremse sind, aber sie kippen leise. Ein Blatt Standardpapier wiegt nur wenige Gramm, ein schwerer Bogen deutlich mehr, und Beilagen aus Karton summieren sich. Eine einfache Küchenwaage reicht für die Entscheidung völlig aus. Wichtig ist nur, die Sendung im verschlossenen Zustand zu wiegen und nicht das lose Papier.
Wenn ein Nachweis gebraucht wird
Das reguläre Briefporto bringt keine Sendungsverfolgung mit. Für alles mit Frist oder Beweisbedarf gibt es Zusatzleistungen wie das Einschreiben, das zum Briefporto hinzukommt und je nach Variante einen Einlieferungs- oder Zustellnachweis liefert. Diese Zusatzleistungen hängen an der Briefstufe: Der Nachweis kostet zusätzlich, das Grundporto richtet sich weiter nach dem Format. Wer stattdessen Ware verschickt, prüft besser gleich die Warensendung oder ein Päckchen, weil dort andere Regeln für Inhalt und Haftung gelten.
Vom Format zum Porto in vier Schritten
- Sendung fertig zusammenstellen und den Umschlag verschließen.
- Dicke an der dicksten Stelle messen und Länge und Breite prüfen.
- Verschlossene Sendung wiegen.
- Werte in den Rechner eintragen und die passende Briefstufe ablesen; bei Nachweisbedarf zusätzlich die Zusatzleistungen ansehen.
Briefporto im Rechner bestimmen
FAQ
Was passiert bei zu wenig Porto?
Die Sendung bleibt in der Regel nicht liegen, sondern wird mit einer Nachgebühr beim Empfänger belastet oder zurückgeschickt. Beides ist unangenehmer als eine Stufe mehr Porto beim Absenden.
Zählt bei einem Brief die Größe oder das Gewicht?
Beides, und es gilt die jeweils höhere Stufe. Eine leichte, aber zu dicke Sendung fällt genauso in die nächste Klasse wie eine flache, aber zu schwere.
Kann ich einen Großbrief einfach kleiner falten?
Falten senkt die Fläche, erhöht aber die Dicke. Bei mehreren Seiten führt das oft nicht in die kleinere, sondern nur in eine andere teure Stufe. Rechne beide Varianten durch, bevor du knickst.
Gilt dasselbe Porto auch ins Ausland?
Nein, für Sendungen ins Ausland gelten eigene Formate und Preise. Wähle im Rechner das Zielgebiet aus, statt die Inlandsstufen zu übertragen.
